Die Arbeitsgruppe Sichere Hardware (SHA) wurde im Februar 2011 innerhalb der Fakultät und dem HGI eingerichtet und seitdem von Prof. Dr.-Ing. Tim Güneysu geleitet. Die Arbeitsgruppe untersucht dabei sicherheitsrelevante Aspekte hardwarenaher, eingebetteter Systeme.

Teil der Forschung der Arbeitsgruppe sind moderne kryptografische Implementationen für hochleistungsfähige und kosteneffiziente Plattformen, die sowohl direkt in Hardware auf Basis von FPGAs und ASICs, aber auch auf alternativen Prozessorplattformen wie Streaming- und Hybridprozessoren (z.B. Grafikkarten) realisiert werden. Neben der reinen effizienten Implementierung liegen jedoch auch leistungsfähige Gegenmaßnahmen zu physikalischen und Seitenkanalangriffen im Fokus der Gruppe.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt umfasst die Entwicklung kryptanalytischer Anwendungen für den Einsatz von Spezialclustersystemen, sowohl auf Hardware- als auch auf Softwarebasis. Mit solchen Systemen konnten, insbesondere mit Hilfe der leistungsfähigen und einzigartigen Spezialclustersysteme COPACOBANA und RIVYERA, die bis zu 128 FPGA-Chips in einem einzigen 19 Zoll-Gehäuse vereinen, bereits eine Vielzahl kryptographischer Systeme erfolgreich gebrochen werden (z.B. DES, A5/1, GRAIN).

Weitere Forschungsthemen sind die Erforschung effizienter Methoden zum Schutz von gerätespezifischen Geheimnissen und dem enthaltenen geistigem Eigentum innerhalb der Schaltungslogik durch Schutzmechanismen. Hierzu zählen weiterhin der Einsatz von hardwarenahen Sicherheitsprimitiven wie Physically Unclonable Functions (PUF) sowie echten Zufallsgeneratoren in Hardware.